Willkommen zurück – es ist 2026, allen ein Gutes Neues Jahr.
Gerade schüttet es tonnenweise Schnee vom Himmel – das Schneetreiben ist so dicht, dass der Gartenzaun bereits unscharf erscheint. Fußspuren verschwinden in nicht mal einer Minute. Der Schnee ist nass, und türmt sich hoch auf ohne auseinander zu rieseln – selbst auf den dünnsten Zweigen liegt er mehrere Zentimeter hoch.
Das faszinierendste an diesem Unwetter ist aber, dass es absolut still ist – wirklich absolut still, die Art von Stille bei der man instinktiv den Atem anhält weil er alles übertönt. Man hört überhaupt nichts, egal wie intensiv man lauscht. Das ist Zauberei: da rasen ungeheure Mengen Wasser herunter – völlig lautlos. Ein Auto, keine hundert Schritte entfernt, gleitet unhörbar hinter dem Vorhang aus fallendem Schnee vorüber.
Vor gut einer Woche hatte ich ein ganz anderes akustisches Vergnügen: es regnete, aber die Tropfen prasselten nicht wie sonst laut auf das Verandadach, so dass man sein eigenes Wort nicht versteht, sondern sie klimperten – ganz ganz leise, wie Millionen winzige Münzen: es regnete Eis auf Eis, und spielte eine überirdisch feine Melodie.
Doch war dieser zarte Klang eine eindringliche Warnung: das Phänomen dauerte keine zehn Minuten, dann regnete es wieder normal, so dass sich ein feiner Wasserfilm auf dem Eis bildete und die gesamte Landschaft in eine superglatte Rutschbahn verwandelte. Laufen war unmöglich, selbst Stehen war schwierig – und Nachbar’s Katze hatte enorme Schwierigkeiten die Kurve Richtung Haustür zu nehmen. Selten hat man eine Katze mit so vielen Beinen in alle Richtungen gesehen.
Na gut – was fange ich mit diesem Jahr nun an? Zwei Tage sind schon um, und ich habe noch keine richtige Idee.