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Warten auf den Frühling

Das Winterende naht.

Das Frühstück findet endlich wieder bei Tageslicht statt, und hier und da gucken auch schon ein paar Schneeglöckchen aus dem noch gefrorenen Boden.

Auf den Fensterbrettern stehen die ersten eingesäten Töpfe – Schnittlauch, Tomaten, Paprika – die Gartensaison beginnt wie immer im Wohnzimmer.

Aber die meisten Tage sind noch trüb und grau – mit Sturm, Regen und gelegentlich auch noch Schnee. Die Sonne lässt sich nur selten sehen, und die Nächte sind auch noch ziemlich frostig.

Also ist noch ein wenig Zeit um am diesjährigen Winterprojekt zu arbeiten – ein Bücherregal.

So soll es einmal aussehen:

Ok, damit man es sich besser vorstellen kann, haben wir daraus mal ein 3D-Bild erstellt:

Wie man sieht, soll das Regal keine Rückwand haben – wird also eine kleine Herausforderung in Sachen Stabilität. Ich habe aber schon ein paar Ideen wie sich das anstellen lässt.

Das Holz haben wir bereits besorgt und begonnen zuzusägen – aber in diesen Tagen, wie jedes Jahr um diese Zeit, geht es mit den Hobbyprojekten nur äusserst langsam voran. Das liegt vermutlich vor allem an der immer noch frühen Dunkelheit – und der damit verbundenen Müdigkeit.

Mal sehen, wie weit ich bis zur nächsten Woche damit komme.

Aller guten Dinge sind drei

Ein herrliches Vorfrühlingswochenende mit strahlendem Sonnenschein unter blauem Himmel – und das Eis ist schon fast weg!

Ich habe gleich die Gelegenheit genutzt um unsere Clematis von Dach- auf Brusthöhe zurückzustutzen. Nur eine einzelne Pflanze, aber sie deckt im Sommer gut 4×6 Meter Wandfläche mit hunderten gelber Glockenblüten. Im Spätsommer dann verwandeln sich die Blüten in dekorative Federpuscheln, die den ganzen Winter über dranbleiben.

Die Pflanze ist wuchsfreudiger als Dornröschen’s Hecke – wenn man zu dicht davorsteht, beginnt sie einem die Beine hoch zu ranken. Schon so manches Mal musste ich mittags den Angelkescher wieder freischneiden den ich am Abend zuvor daneben an die Wand gelehnt hatte. Im zeitigen Frühjahr schneiden wir sie dann immer auf Brusthöhe zurück – dennoch erreicht sie jedes Jahr bis Midsommar wieder das Dach.

Mit den Schubkästen geht es auch voran. Nummer zwei ist nun fertig gefärbt und lackiert, und schon vor dem Wochenende hatte ich mit der dritten begonnen.

Die ist nun auch fertig geschnitten und zusammengebaut – fehlt nur noch die Farbe.

Nun noch die Endbehandlung der Schienen. Die erste Version passte übrigens nicht – oder vielmehr: sie passten ganz ganz genau, so dass die Schublade bombenfest sass und sich keine bisschen vor oder zurück bewegen liess. Also habe ich von jeder Schiene einen guten halben Millimeter abschleifen müssen, damit die Schublade gleiten kann – und damit auch noch ein wenig Wachs dazwischen passt.

Und nach dem nächsten Wochenende geht es dann ans Umbauen des Schranks.

Ich hab ’ne Meise

…eigentlich nicht nur eine, aber diese liess sich fotografieren:

In der Tat gebe ich mir viel Mühe mit den Vögelchen.

Vor drei Jahren zogen die Meisen nämlich im Herbst weiter nach Süden, und gleichzeitig wurde der Garten von tausenden von Frostspannern invadiert. Trotz Leimringen waren dann im Frühjahr sämtliche Obstbäume in der Umgebung mit deren Larven befallen. Zigtausende von kleinen grünen Raupen, die buchstäblich überall herumkrauchten, frassen nicht nur die Obstblüten, sondern auch die Rosen und Beerensträucher kahl.

Zwar erholte sich das Laub einigermassen bis zum Sommer, aber ohne Blüten blieb uns am Ende nicht eine Pflaume, Birne oder Apfel zu ernten.

Im folgenden Herbst haben wir dann gezielt Futterstellen für die Meisten aufgehängt – und zwar so dass die Dohlen sie nicht herunterreissen und fortschleppen konnten. Und diesmal blieben die Meisen, und im letzten Frühjahr brüteten sie dann auch wieder. Und mit brütenden Meisenpärchen im Garten hatten die wenigen überlebenden Raupen keine Chance – und so konnten wir wieder reichlich Obst ernten.

Interessanterweise ist gleichzeitig mit den Meisen auch jede Menge anderes Vogelvolk zurückgekehrt – und mit einer solchen Singvogel-Armee kann man Schädlinge im Garten gut im Schach halten. Natürlich klauen sie auch die eine oder andere Erdbeere oder Kirsche – aber dank der Vögel haben wir ja genug davon, also ist das nur gerecht.

Das Schrankprojekt macht auch kleine Fortschritte – trotz Verzögerungen durch fehlendes Werkzeug, unbrauchbares Material und Zeitmangel. Immerhin sind die Gehäuseteile komplett, und können nun vorgestrichen und anschliessend zusammengebaut werden.

Ja – ok, ein paar Löcher sind schon noch zu bohren, und hier und da ist noch ein wenig Feinschliff erforderlich. Aber das sollte sich alles im Laufe der Woche schaffen lassen.

Nächste Woche geht es dann an den ausziehbaren Innenteil.