Ich hab ’ne Meise

…eigentlich nicht nur eine, aber diese liess sich fotografieren:

In der Tat gebe ich mir viel Mühe mit den Vögelchen.

Vor drei Jahren zogen die Meisen nämlich im Herbst weiter nach Süden, und gleichzeitig wurde der Garten von tausenden von Frostspannern invadiert. Trotz Leimringen waren dann im Frühjahr sämtliche Obstbäume in der Umgebung mit deren Larven befallen. Zigtausende von kleinen grünen Raupen, die buchstäblich überall herumkrauchten, frassen nicht nur die Obstblüten, sondern auch die Rosen und Beerensträucher kahl.

Zwar erholte sich das Laub einigermassen bis zum Sommer, aber ohne Blüten blieb uns am Ende nicht eine Pflaume, Birne oder Apfel zu ernten.

Im folgenden Herbst haben wir dann gezielt Futterstellen für die Meisten aufgehängt – und zwar so dass die Dohlen sie nicht herunterreissen und fortschleppen konnten. Und diesmal blieben die Meisen, und im letzten Frühjahr brüteten sie dann auch wieder. Und mit brütenden Meisenpärchen im Garten hatten die wenigen überlebenden Raupen keine Chance – und so konnten wir wieder reichlich Obst ernten.

Interessanterweise ist gleichzeitig mit den Meisen auch jede Menge anderes Vogelvolk zurückgekehrt – und mit einer solchen Singvogel-Armee kann man Schädlinge im Garten gut im Schach halten. Natürlich klauen sie auch die eine oder andere Erdbeere oder Kirsche – aber dank der Vögel haben wir ja genug davon, also ist das nur gerecht.

Das Schrankprojekt macht auch kleine Fortschritte – trotz Verzögerungen durch fehlendes Werkzeug, unbrauchbares Material und Zeitmangel. Immerhin sind die Gehäuseteile komplett, und können nun vorgestrichen und anschliessend zusammengebaut werden.

Ja – ok, ein paar Löcher sind schon noch zu bohren, und hier und da ist noch ein wenig Feinschliff erforderlich. Aber das sollte sich alles im Laufe der Woche schaffen lassen.

Nächste Woche geht es dann an den ausziehbaren Innenteil.

Wetterkapriolen

Bilderbuch-Winter?

Na denkste – letzte Woche hustete Frau Holle uns erstmal drei Tage patschnassen Schnee herunter, der dann in dicken Lawinen die Dächer herunterrutschte und sich nun übers Wochenende in knöcheltiefen grauen Matsch verwandelt hat. Bäh!

Und jetzt erstarrt all der Matsch zu einer bizarren Eislandschaft, überzogen mit einer hauchdünnen Graupelschicht, wie Puderzucker auf…äh – Moment mal….

Apropos Puderzucker – es ist ja wieder Semlor-Zeit! Au fein, na dann back ich mal los…

Den Küchenschrank hab ich erstmal ausgemessen, und schon mal begonnen die Teile für den Neubau zuzusägen. Wenn man’s mal lose zusammensetzt, kann man schon fast erkennen was es werden soll…

Es geht zwar ein bisschen langsam, aber es geht voran. Vielleicht kann ich am Wochenende schon mit dem Lackieren und Zusammenbauen anfangen – mal sehen.

2016

Nun schreiben wir 2016 – und ich habe entschieden wieder ein bisschen zu bloggen, und zwar auf Deutsch.

Draussen herrscht nun (endlich) Grossväterchen Frost – das Sibirische Hoch hat sich bis zu uns ausgestreckt und sorgt nun für ordentliche Minusgrade und eine luftige Schneedecke. Auch der See ist jetzt zugefroren und begehbar.

Winterruhe. Nur das Knirschen des Schnees unter den Stiefeln, und die vielen Meisen die sich an den Futterplätzen tummeln.

Bis zum Beginn der Gartensaison ist noch viel Zeit, deshalb kann ich mich erstmal ein paar Arbeiten im Haus widmen. Das erste kleine Projekt des Jahres wird dieser kleine Schrank neben dem Herd:

Er ist ziemlich schmal, aber tief – und daher sehr unhandlich und wenig brauchbar. Deshalb haben wir beschlossen ihn ausziehbar zu machen. Allerdings hat er momentan keine stabilen Seitenwände oder Gerüst an denen man irgendwelche Schienen befestigen könnte, somit muss ich ihn von Grund auf neu aufbauen.