Auf den Hund gekommen

Wir haben seit gut einem Monat ein neues Familienmitglied – und das war auch der Grund für die lange Blogpause: bei uns ist nämlich eine kleine Hündin eingezogen.

Kleine Hunde brauchen viel Zeit und Aufmerksamkeit, und da ich weder Erfahrung noch besonders viele Kenntnisse über Hundehaltung habe, umso mehr.

Dieser kleine braune Fellsack mit Eigensinn und hohem Tempo soll vor allem Begleiter und Helfer bei meinen verschiedenen Außenaktivitäten sein.

Und damit das funktioniert, müssen wir sehr viel Zeit miteinander verbringen – spielen, lernen und trainieren.

Nun ja – die ersten Wochen mit dem kleinen Hundemädchen verliefen – erwartungsgemäß – etwas anders als erwartet 😉 Stubenreinheitserziehung beispielsweise fand nicht statt, da sie von Anfang an darauf bestand ihr Geschäft im Garten erledigen zu dürfen.

Auch die erwarteten Schäden an Schuhen und Möbeln blieben aus – statt dessen musste ich feststellen dass ein Teil meiner üblichen Kleidung zwar für meine übliche aufrechte Körperhaltung und -bewegung ausreichend stabil, aber den vielfältigen Belastungen beim Umgang – vor allem beim Spielen – mit dem Welpen nicht gewachsen war.

Das teure Hundebett ist auch erstmal nicht aktuell. Am liebsten schläft Masha auf einer harten und kühlen Unterlage, idealerweise mit „Dach überm Kopf“. Nur für den Kopf darf es eine etwas weichere Unterlage sein.

Schlafende Hunde soll man nicht wecken…

Allerdings – solange nicht gleichzeitig ein Mensch dort schläft und ein leichter Luftzug darüber hinwegweht, kann man zur Not auch mal ein kurzes Nickerchen auf dem Gästebett machen.

…sondern fotografieren.

Eine anderer, nicht ganz so erwarteter Charakterzug ist Masha’s Affinität zu Wasser. Dieser Hund ist ständig nass – jede noch so kleine Wasseransammlung erfordert zumindest einen Badeversuch, und zwei nasse Pfoten sind zwei zuwenig. Regen ist kein Hindernis, sondern ein Grund spazieren zu gehen.

Wasser ist toll, in jeder Form und aus jeder Richtung, und am allerbesten ist Wasser mit Wellen, denen man hinterherjagen kann.

Ein eigenes Badehandtuch erwies sich somit als notwendiges Accessoir – in erster Linie um uns selbst und die Wohnung trocken zu halten, da sich Hundchen patschnass kein bisschen unwohl fühlt und ihr Glücklichsein gerne mit allen teilt.




Nun, wie man sieht, haben wir uns binnen weniger Wochen schon weit von dem niedlichen Hundebaby entfernt. Inzwischen ist der Fellsack gut mit Muskeln ausgefüllt, und das Herumtragen auf dem Arm fällt wegen Unhandlichkeit und Gewicht inzwischen komplett aus.

Unsere beiden hausangestellten Katzen können ihr inzwischen auch nicht mehr davonrennen. Deren einzige Rettung ist nunmehr die Vertikale – und Masha ist nach wie vor komplett verwirrt wenn die Katze vor ihrer Nase einfach abhebt und plötzlich seelenruhig, unerreichbar, gut anderthalb Meter höher irgendwo sitzt – oder wenn sie ihre rasante Flucht einfach senkrecht die grosse Birke hinauf fortsetzt.

Insgesamt denke ich dass ich doch ganz gut mit Masha klarkommen werde, auch wenn ich eigentlich kein Hunde-Mensch bin, und die ihr zugedachten Aufgaben scheinen ganz auf ihrer Linie zu liegen. Ihre Qualitäten beim Suchen und Holen von Dingen sowie bei der Orientierung im Gelände hat sie hier und da schon durchblicken lassen. Sie ist sehr arbeitswillig, ausdauernd und lernt schnell.

Allerdings ist sie auch noch Kind, wild und verspielt.

Mal sehen was daraus noch wird 🙂