Ein winziger Riese

Ich experimentiere gerade mit der Anzucht neuer Gartenbewohner, und dieser Winzling hier könnte vielleicht einmal ein hübsches Bäumchen werden:

Sequoiadendron giganteum – 8 Wochen alt

Der Beiname ”giganteum” bezieht sich auf seine wildlebenden Artgenossen. Sequoias (auch bekannt als Mammutbäume) gehören zu den größten und langlebigsten Bäumen der Erde.

Die ältesten von ihnen begannen ihr Dasein (als ebensolche Winzlinge) in der Zeit von Alexander dem Großen – und strecken sich heute über siebzig Meter hoch in den Himmel.

In unseren Breiten sind natürlich keine Superlative zu erwarten – aber das war ja auch gar nicht der Gedanke: vielmehr sind Sequoias immergrüne, relativ schnellwachsende und sehr dekorative Bäume, vergleichbar mit Thujas und Wacholdern.

Ob der Kleine es allerdings bis in den Garten schafft, und dort dann auch die Winter übersteht – das ist noch eine ganz andere Frage. Die Bedingungen sind grenzwertig, aber Bäume sind ausgesprochen anpassungsfähig wenn man nur ihre Zeitskala respektiert: für Sequoias ist ein Jahr wie für uns eine Woche.

Gut drei bis vier Jahre wird es auf jeden Fall dauern bis an Pflanzung überhaupt zu denken ist.

Ende des Sommers

Heute sind die letzten beiden Katzenkinder ausgezogen, und damit ist unser Katzensommer nun endgültig zu Ende. Die Blumentöpfe sind wieder sicher, ebenso wie das Essen auf dem Tisch.

Lustig war’s, aber auch anstrengend und manchmal nervenzerfetzend – eine schöne Sommergeschichte. Am Ende sind alle Kätzchen gut untergekommen (und das war ja der Plan), und haben vielversprechende neue Zuhause und fürsogliche menschliche Partnerinnen gefunden.

Stanley wohnt mit seinem Frauchen in der Stadt, Tom lebt jetzt auf einem Pferdehof auf Öland, und Findus und Crypto sind zusammen zu einer älteren Lehrerin in eine strandnahe Ferienhaussiedlung an der Südküste gezogen um die dortige Mäuseplage in den Griff zu bekommen.

Masha und Crypto haben sich’s vor dem Kamin gemütlich gemacht

Nicky scheint erleichtert ihre Brut los zu sein. Masha tut sich etwas schwerer, und hat schon überall nach ihren kleinen Ziehkindern gesucht – gleichwohl genießt sie die Ruhe, und dass sie die Couch wieder für sich allein hat.

Und ich mache mich jetzt mal an die vielen kleinen Reparaturen, die so ein Raubtierkindergarten mit sich bringt – angeschlagene Tassen, abgerissene Tücher, zerkaute Kabel…