Monat: April 2019

Ein ganz trockenes Thema

Weiches Brot, das noch relativ viel Wasser enthält, ist ohne neuzeitliche Hilfsmittel wie Tiefkühlschränke nicht lange haltbar. Zum einen trocknet es aus und verliert dabei sein Aroma und wird zäh – und zum anderen wird es schnell von Schimmelpilzen befallen und dadurch ungenießbar.

Eine einfache Lösung des Problems ist dem Brot von vornherein das Wasser zu entziehen. Der Haken an der Geschichte ist aber dass das Brot dadurch hart wird – wodurch der Verzehr desselben nahezu unmöglich wird. Es sei denn…

…man backt es in ganz dünnen Scheiben und vielen kleinen Löchern oder Hohlräumen. Dann wird es spröde und lässt sich leicht brechen („knäcka“) und mit den Zähnen zermahlen.

Ja, die Rede ist von…Knäckebrot! (schwedisch: knäckebröd)

Nun ja, die Idee ist nicht neu – sondern schon mindestens 1500 Jahre alt. Sie stammt vermutlich aus dem Värmland, also etwa 300km nordwestlich von hier – aber so ganz genau weiss das keiner mehr.

Von den im Handel angebotenen Sorten bevorzuge ich Leksand’s. Leksand liegt zwar nicht im Värmland, sondern in Dalarna – produziert aber trotzdem meiner Meinung nach das beste Knäckebrot im ganzen Land. Im vorletzten Sommer haben wir die Fabrik in Leksand sogar einmal besucht und uns von deren Ausstellung (und Kostproben) inspirieren lassen.

…aber natürlich backe ich mein Knäcke zum Teil auch selbst.

Meine Lieblingsvariante dabei besteht hauptsächlich aus grobem Roggenmehl, dazu ein wenig Weizenmehl, Kleie sowie eine Handvoll verschiedener Samen (Leinsamen, Sesam). Dieses Mal habe ich außerdem rote Linsen daruntergemischt.

Knäckebrot mit Leinsamen, Sesam und roten Linsen

Nach dem Backen wird das Knäckebrot noch mindestens einen Tag an der Luft getrocknet. Anschliessend lässt sich in einem Einweckglas monatelang lagern…allerdings wird es bei uns in der Regel keinen Monat alt 😉

Dieses Knäckebrot passt prinzipiell zu allem – aber am liebsten essen ich es zu Suppen oder Salaten (fantastisch mit Tomatensalat!).

Relativitätstheorie

Zur Mitte dieses Jahrhunderts werden ungefähr 9.7 Millarden Menschen auf diesem Planeten leben.

Aber wieviel sind eigentlich 9,700,000,000 Menschen?

Eine Demo an der ausnahmslos alle teilnehmen würde eine Fläche von etwa 4850km² füllen – ungefähr sechs Mal so groß wie Berlin. Inklusive Hausdächer.

Ein Campingplatz auf dem jeder dieser Menschen eine vier mal vier Meter große Fläche für sein Zelt bekommt – einer direkt neben dem anderen – wäre etwa so groß wie Großbritannien. Buckingham Palace, Trampelpfade zwischen den Zelten und ein paar Toiletten eingerechnet.

Würde man die Menschen gleichmäßig über die gesamte EU verteilen, würde der Abstand zwischen ihnen etwas mehr als zwanzig Meter betragen. Wir könnten also ohne Weiteres eine La-Ola-Welle machen.

Würde wir uns alle entlang der Küste Australiens aufstellen, würden sich die Menschenmassen etwa 200 Meter landeinwärts erstrecken – und die Haie für viele Jahrzehnte unter post-traumatischem Stress leiden.