Thema: Rezepte

Was essen wir heute?

Wieder einmal Wochenende.

Wir beginnen mit einem Stück warmgeräucherten gepökelten Schweinerücken – auch bekannt als Kassler Rücken. Leider wird unter diesem Namen auch allerlei Murks verkauft, brrr… – aber ich habe ein sehr gutes Stück bekommen 🙂

Dazu Kartoffelbrei, und grüner Spargel. Fehlt noch was? Eine leichte Pfeffernote vielleicht?

Zeit mal in den Wald zu traben…

Für diese leichte Pfeffernote braucht man nun weder Glück noch gute Augen, und wenn man nicht völlig am Wald vorbeiläuft, wird man um diese Jahreszeit dort gleich von diesen kleinen gelben Freunden umringt:

Nimm mich mit! Nimm mich mit! Mich auch!

Nein, Scherz beiseite – sie laufen einem ja nicht hinterher, sondern man muss sie schon einsammeln. Aber komplizierter als so ist es nicht – Pfifferlinge sind unverwechselbar, sind schon von Weitem auszumachen und stehen immer in Gruppen zusammen.

Ja, na gut, und man muss sie natürlich saubermachen – ein kleines Stück Wald kommt ja immer irgendwie mit.

Ich entferne den groben Schmutz mit dem Pinsel, und wasche sie dann mit klarem Wasser gründlich ab. Grössere werden noch halbiert und auf Madenbefall kontrolliert – solcher ist aber sehr selten.

Dann ab in die Pfanne für zehn Minuten, anschliessend mehlen, angiessen, abschmecken und einkochen lassen. Eine Prise Kümmel für die Verdauung, aber nicht so viel dass man ihn herausschmeckt. Fertig.

Kassler Schweinerücken mit Pfifferlingen, grünem Spargel, und Kartoffelbrei. Passt.

Käsesuppe

Ich bin zwar kein Meisterkoch, aber hin und wieder schwinge ich auch mal den Kochlöffel.

Die Käsesuppe ist eines der einfachsten Rezepte – kostet wenig, geht schnell, schmeckt gut und macht satt. Hier mal als kleine Bilderanleitung zum Nachkochen…

Man nehme:

  • ein Pfund gemischtes Hackfleisch
  • eine Stange Lauch
  • eine grosse Zwiebel
  • einen dreiviertel Liter Brühe
  • eine Handvoll Pilze
  • Salz, Pfeffer, Kräuter nach Wunsch
  • Knoblauch-Baguette

…ja, und natürlich Käse – etwa ein halbes Pfund gewöhnlichen Schmelzkäse ohne Kräuter (vielleicht nicht unbedingt den fettärmsten, wenn man’s vermeiden kann).

Die Pilze hier habe ich selbst gesammelt und getrocknet – eine Mischung aus Steinpilzen, Rotkappen, krause Glucke, Heringstäubling und Schmierling. Bevor ich sie verwenden kann, müssen sie eine halbe Stunde im Wasser liegen – sonst sind sie ziemlich knusprig 😉

Man kann natürlich auch frische Pilze oder welche aus der Dose nehmen – ganz nach Wunsch.

Zunächst einmal wasche und schneide ich den Lauch, und schäle die Zwiebel und hacke sie grob. Der Lauch wäscht sich übrigens leichter wenn man ihn einmal längs durchschneidet – aber das wusstet ihr sicher schon.

Als nächstes erhitze ich einen Esslöffel Öl in einem Topf und schwitze darin die Zwiebel an.

Ist die Zwiebel glasig, gebe ich die Pilze dazu. Das Wasser in dem die Pilze zum Quellen lagen, schütte ich natürlich vorher weg.

Anschliessend gebe ich Stück für Stück das Hackfleisch dazu. Stückweise, damit das kalte Hackfleisch nicht schlagartig das Öl abkühlt, sondern schön darin geröstet wird. Immer fleissig umrühren damit es nicht anbrennt.

…bis das ganze Hackfleisch schon gleichmässig durchgebraten ist.

Dann kommt der Lauch dazu, und wird noch einen Moment mitgeröstet.

Unter dessen füge ich die Kräuter dazu – ich nehme meist ein bisschen Thymian und ein bis zwei Blätter getrockneten Salbei sowie ein wenig Majoran. Für den etwas zwiebelempfindlichen Darm empfehle ich ausserdem eine Prise gemahlenen Kümmel – aber nicht so viel dass man ihn herausschmeckt.

Wenn der Lauch beginnt weich zu werden, wird alles mit der (heissen!) Brühe aufgegossen.

Dass ganze gut durchrühren und anschliessend für 10 Minuten auf kleiner Flamme weiterköcheln lassen.

In der Zwischenzeit bereite ich das Knoblauchbaguette vor… 🙂

Zum Schluss gebe ich den Schmelzkäse dazu.

Ja – das ganze Paket 😉 und dann rühren, rühren, rühren bis der Käse aufgelöst ist.

Dann noch mit Salz und Pfeffer abschmecken – aber vorsichtig mit dem Salz: der Käse enthält bereits sehr viel Salz, also nur nachsalzen wenn unbedingt nötig!

Fertig!