Thema: Projekte

Warten auf den Frühling

Das Winterende naht.

Das Frühstück findet endlich wieder bei Tageslicht statt, und hier und da gucken auch schon ein paar Schneeglöckchen aus dem noch gefrorenen Boden.

Auf den Fensterbrettern stehen die ersten eingesäten Töpfe – Schnittlauch, Tomaten, Paprika – die Gartensaison beginnt wie immer im Wohnzimmer.

Aber die meisten Tage sind noch trüb und grau – mit Sturm, Regen und gelegentlich auch noch Schnee. Die Sonne lässt sich nur selten sehen, und die Nächte sind auch noch ziemlich frostig.

Also ist noch ein wenig Zeit um am diesjährigen Winterprojekt zu arbeiten – ein Bücherregal.

So soll es einmal aussehen:

Ok, damit man es sich besser vorstellen kann, haben wir daraus mal ein 3D-Bild erstellt:

Wie man sieht, soll das Regal keine Rückwand haben – wird also eine kleine Herausforderung in Sachen Stabilität. Ich habe aber schon ein paar Ideen wie sich das anstellen lässt.

Das Holz haben wir bereits besorgt und begonnen zuzusägen – aber in diesen Tagen, wie jedes Jahr um diese Zeit, geht es mit den Hobbyprojekten nur äusserst langsam voran. Das liegt vermutlich vor allem an der immer noch frühen Dunkelheit – und der damit verbundenen Müdigkeit.

Mal sehen, wie weit ich bis zur nächsten Woche damit komme.

Dach überm Kopf

Nun muss ich einiges nachholen hier…

Mit dem Mai kam das Grossprojekt des Jahres – das Dach. Seit unserem Einzug hatten wir schon geplant das Dach neu zu decken, hatten es aber immer wieder hinausgeschoben. Aber nun war es soweit – und da sich kein Handwerker fand der den Job machen wollte, mussten wir selbst Hand anlegen.

Zwar war das Dach in seiner Substanz in Ordnung, aber es hatte bereits 60 Jahre gedient und war – so nahmen wir an – noch nie überholt worden. Es gab erste Anzeichen von beginnenden Schwächen und Schäden, und es war einfach Zeit das Risiko auszuschalten.

Wir hatten ja bereits im letzten Jahr wenig geübt – am Dach des Aussenhauses. Aber dieses hier war noch einmal eine ganz andere Grössenordnung: sehr viel grösser, höher und mit einigen Schikanen.

Die erste Schikane war das Gerüst – nun gibt es zwar ausleihbare Gerüste, aber eines in der erforderlichen Grösse und vor allem Höhe konnte uns keiner geben. Reserviert für Profis und Firmen, sorry. Also haben wir uns ein paar Elemente privat ausgeliehen, und dann mit ein wenig Eigenbau in Holz und ganz vielen Leitern ergänzt.

Dann konnte es losgehen, zunächst auf der Rückseite des Hauses – welche den Vorteil des begehbaren Terrassendachs hat, also jede Menge Steh- und Ablagefläche:

Nach dem Herunternehmen der Dachziegel zeigte sich die Dachpappe in einem sehr verschlissenen Zustand, mit vielen Rissen und Löchern. Die Dachlatten waren alle noch fest und stabil begehbar, aber ein paar der Bretter darunter waren am Rand bereits morsch und zerbröselten bei der ersten Inspektion, einschliesslich Dreikantleiste und Giebelbrett. Nun ja…

Die grösste Herausforderung dabei sollten die Giebelbretter werden – da wir ja die Giebelseite nicht einrüsten konnten und deshalb von aussen – in bis zu zehn Metern Höhe – gar nicht herankamen, aber trotzdem einige davon austauschen, und sowieso alle streichen mussten. Hmm…

Das Problem war zunächst die alten Giebelbretter abzureissen – zwar brachen und zerbröselten sie an einigen Stellen ganz schnell und einfach, sassen dafür aber an anderen Stellen umso fester, mit den üblichen 100mm heimwerker-resistenten Nägeln.

Zum Anbringen der neuen Giebelbretter verwendeten wir dann auf der Rückseite aufgeschraubte Klötzchen, mit denen wir sie zunächst behelfsmässig von oben befestigen konnten – um sie dann vom Dach aus über die Kante festzuschrauben. Das ging ganz gut, solange man die Höhe ignorierte.

Am Unterdach waren einige der Bretter am Rand durchgemodert, und mussten bis auf die zweite Sparre ausgetauscht werden. Interessanterweise hatten die Originalbretter unterschiedliche Breiten – mal 90mm, mal 120mm – aber das Austauschmaterial war natürlich nur in 90mm zu haben, deshalb richtete sich das Ausmass der Reparatur nicht nur nach der Grösse des Schadens, sondern musste auch rechnerisch aufgehen (3×120 = 4×90). Am Ende waren dann natürlich doch 7mm zuviel – warum auch immer – und forderten unsere Sägekünste ganz schön heraus.

Nach Abschluss aller Reparaturen kamen dann die restlichen Latten herunter. Was für ein Job! Zwar liessen sich die Latten problemlos abreissen, aber massenhaft Dreck und feiner Sand, die sich über die Jahrzehnte dazwischen abgelagert hatten, wurden dadurch dem Wind überlassen – der sie uns natürlich nach Lust und Laune in jede erdenkliche Kleidungs- und Körperöffnung blies. Eine elende Sauerei – na ja, Augen zu (Mund auch) – und durch!

Damit war die Dachseite dann fertig zum Neudecken. Zunächst einmal zogen wir neue Unterlagspappe und Dachlatten drauf – alles von Hand (japp, alles von Hand genagelt). Dauerte seine Zeit, wurde aber richtig gut und dicht – und direkt von höherer Instanz mit einem kräftigen Regenguss auf Qualität getestet:

Soweit – so gut. Aber dann kam die grosse Frage: wie kriegen wir denn nun die zweieinhalb Tonnen Betongziegel da hoch?

Nicht dass wir nicht wussten welche Art Hilfsmittel es gibt – sie waren nur für uns ganz einfach nicht zu kriegen. Also blieb nur die Antwort: wie im alten Ägypten! Man nehme einen Sklaven (also mich selbst) und dann Paket für Paket, per Hand über die Leiter hinauftragen. Einhunderteinundzwanzig Mal die Leiter herunter und mit 20kg mehr in der Hand wieder hinauf.

Na ja – und zwischendurch natürlich immer wieder rauf aufs Dach und verteilen und auslegen, Reihe für Reihe, Zentner für Zentner, an den Schikanen auch noch Ziegeln kürzen, …tagein, tagaus, und immer mit Schlechtwetterprognise im Nacken.

Sagen wir’s mal so: es ging 😉 Definitiv nichts zum Zweimalmachen, aber wir wurden fertig.

Will sagen – mit der einen Dachseite. Aber da war ja noch die zweite…herrjeh…

Also noch einmal von vorn: Gerüst aufstellen, diesmal ohne die Bequemlichkeit des Terrassendachs.

Dann erstmal abdecken und sehen was da so zum Vorschein kommt:

Auch hier dasselbe Bild: löchrige Pappe, durchgemoderte Bretter am Rand des Unterdachs:

Nachdem wir auch diese Seite ausgebessert und saubergemacht hatten, konnten auch hier wieder neue Pappe und Latten aufgezogen werden. Eine zusätzliche Herausforderung bildeten die beiden Dachfenster, die sich auch noch ausgerechnet an der Stelle befanden wo wir kein Gerüst stellen konnten. Was für eine Kletterpartie!

Aber auch das ging vorbei, und dann war es wieder so weit:

…und wie nun wieder die Ziegel raufbringen? Diesmal war Hinauftragen von Hand keine Option: die Knie schmerzten viel zu sehr, mittlerweise war es Anfang Juni und schon viel zu warm, und mit der Kletterpartie über und unter den Fenstern war das auch viel kompliziert.

Aber wir hatten Glück und konnten nun endlich einen Ziegel-Lift ausleihen (im Bild oben links), was uns die Sache doch enorm erleichterte. Damit waren in nur zwei Tagen alle Ziegel oben und gelegt:

Das war also der Mai 2016 für uns – und der Grund für diese lange Blog-Pause.

Einbau der Schubladen

Nun war es endlich soweit – fertig für den Einbau der Schubladen in den Küchenschrank. Zuerst einmal mussten natürlich die alten Fächer ausgebaut und der Schrank innen gestrichen werden.

Der anschliessende Einbau der Schienen war ein bisschen Fummelei in diesem engen Schrank – dafür braucht man nämlich zwei Hände, aber es war völlig unvereinbar mit meiner Anatomie gleichzeitig beide Arme in den Schrank zu strecken. Aber nach ein wenig Fluchen und Grübeln kam mir dann doch eine passende Idee, und nun ist’s geschafft:

Damit die Schubladen gut gleiten, habe ich die Schienen noch mit Paraffin eingewachst, und anschliessend ging es ans Einräumen…

Nun wird die Sache gleich viel bequemer – man muss nicht erst den halben Schrank ausräumen um an den hinteren Inhalt heranzukommen, und von oben hat man einen guten Überblick und muss nicht lange suchen.

Noch einmal zum Vergleich vorher-nachher:

Schönes Projekt – hat Spass gemacht 🙂

Als nächstes ist der Schrank links daneben dran – im Prinzip dasselbe Problem, und eine ähnliche Lösung. Allerdings muss dort die unterste Schublade erheblich mehr Gewicht tragen (einen Stapel Teller), und bin ich nicht so sicher ob die Holzschienen dafür ausreichend dimensioniert sind. Um sie grösser machen zu können, müsste ich sie aber unter der Schublade montieren, und gleichzeitig wäre aber die Reibungsfläche sehr viel grösser – was bei dem Gewicht nicht gerade hilfreich ist.

Mal sehen – eventuell ist eine Rollschiene aus Metall dafür besser geeignet.

Zeit für’s Finish

So – die 24 Stunden sind rum, die Beize ist trocken. Zeit für die Firniss.

Damit sie richtig glatt wird und nicht läuft, muss man sie in mehreren dünnen Schichten auftragen. Vor dem Auftragen der nächsten Schicht wird die vorherige jeweils ein wenig mit feiner Stahlwolle angerauht, nur soviel dass sie matt wird und eventuell sichtbare Unebenheiten verschwunden sind.

Die Firniss macht die Färbung deutlich dunkler und hebt die Holzmaserung noch stärker hervor. Da Kiefernholz von Natur aus starke Muster aufweist, ergibt sich diese dramatische Optik – im starken Kontrast zur seidenmatten weissen Innenseite.

Die Farbe

Nun will ich mal verraten wie die Schubladen ihren Farbton bekommen. Dazu braucht man Beize, Lack, Firniss und ein paar Tage Geduld.

Ich beginne mit dem sorgfältigen Abkleben der Kanten mit Malertape:

Da die Kanten gerundet sind, braucht es hier und da ein Lineal um das Tape gerade hinzubekommen.

Auch rund um das Griffloch wird abgeklebt – dazu klebe ich einfach quer drüber und schneide dann das Loch mit einem scharfen Messer aus so dass ich von beiden Seiten mit dem Pinsel herankomme.

Dann wird die Innenseite mit weissem Lack gestrichen:

Durch die erste Lackschicht schimmert noch die Holzmaserung durch, was sich optisch sehr gut macht, wenn man es denn gleichmässig hinbekommt. Allerdings ist so eine einfache Lackschicht nicht sehr belastbar, und hier handelt es sich schliesslich um einen Küchenschrank wo mehrmals am Tag Dinge ein- und ausgeräumt werden.

Also bringe ich noch eine zweite Lackschicht auf. Fasern die durch den wasserbasierten Lack aufgequollen sind und sich aufgestellt haben, trage ich vorher ich mit ein wenig Stahlwolle ab, sonst wird die Oberfläche rauh.

Hochglänzender Lack ist natürlich kratzfester und einfacher sauber zu halten – aber ich verwende hier matten Lack als Kontrast zur später hochglänzenden Aussenseite. Das ist okay – der Inhalt des Schranks ist leicht, ohne scharfe Kanten und in der Regel sauber 😉

Danach wird vorsichtig das Tape entfernt.

Das Tape kann unsichtbare Kleberreste hinterlassen und beim Abziehen Faserenden anheben – was zu ungleichmässiger Färbung und Unebenheiten im Lack führen kann. Deshalb gehe ich noch einmal mit Stahlwolle über die Aussenseite und Kanten bevor es ans Färben geht.

Zum Färben verwende ich eine rötlich-braune Beize auf Leinölbasis. Die wird einfach mit einem Läppchen gleichmässig in Faserrichtung auf die Oberfläche gewischt.

Macht man sich dabei die Finger schmutzig, muss man genau aufpassen was man berührt – die Beize färbt unmittelbar und lässt sich von porösem Material auch nicht mehr entfernen. Insbesondere die weisse Innenseite sollte man ausser Reichweite halten (umdrehen!) – die dunkle Beize lässt sich auch mit gutem Lack nicht überdecken.

Durch das Öl wird die Farbaufnahme absolute gleichmässig, allerdings braucht es mindestens einen Tag zum Trocknen. Ausserdem glättet das Wischen mit dem Öl die Öberfläche.

Anschliessend trage ich noch 2-3 Schichten Firniss auf und poliere die Aussenseite dann mit ein wenig Wachs auf Hochglanz. Aber dazu muss die Beize erst völlig trocken sein – mindestens 24 Stunden – sonst hinterlässt der Pinsel helle Schlieren die sich anschliessend nicht mehr ausbessern lassen.

Aller guten Dinge sind drei

Ein herrliches Vorfrühlingswochenende mit strahlendem Sonnenschein unter blauem Himmel – und das Eis ist schon fast weg!

Ich habe gleich die Gelegenheit genutzt um unsere Clematis von Dach- auf Brusthöhe zurückzustutzen. Nur eine einzelne Pflanze, aber sie deckt im Sommer gut 4×6 Meter Wandfläche mit hunderten gelber Glockenblüten. Im Spätsommer dann verwandeln sich die Blüten in dekorative Federpuscheln, die den ganzen Winter über dranbleiben.

Die Pflanze ist wuchsfreudiger als Dornröschen’s Hecke – wenn man zu dicht davorsteht, beginnt sie einem die Beine hoch zu ranken. Schon so manches Mal musste ich mittags den Angelkescher wieder freischneiden den ich am Abend zuvor daneben an die Wand gelehnt hatte. Im zeitigen Frühjahr schneiden wir sie dann immer auf Brusthöhe zurück – dennoch erreicht sie jedes Jahr bis Midsommar wieder das Dach.

Mit den Schubkästen geht es auch voran. Nummer zwei ist nun fertig gefärbt und lackiert, und schon vor dem Wochenende hatte ich mit der dritten begonnen.

Die ist nun auch fertig geschnitten und zusammengebaut – fehlt nur noch die Farbe.

Nun noch die Endbehandlung der Schienen. Die erste Version passte übrigens nicht – oder vielmehr: sie passten ganz ganz genau, so dass die Schublade bombenfest sass und sich keine bisschen vor oder zurück bewegen liess. Also habe ich von jeder Schiene einen guten halben Millimeter abschleifen müssen, damit die Schublade gleiten kann – und damit auch noch ein wenig Wachs dazwischen passt.

Und nach dem nächsten Wochenende geht es dann ans Umbauen des Schranks.

Fertigstellung der zweiten Schublade

Nun ja, das Wetter an diesem Wochenende war trist und ungemütlich, also habe ich den grössten Teil der Zeit in der Werkstatt zugebracht. Somit ging es flott voran mit der zweiten Schublade.

Das Fugendesign ähnelt dem der untersten Lade, allerdings in etwa schmalerer Ausführung.

Nach dem Fräsen der Längsnut für die Schiene und dem Zusägen des Bodens war es dann schon Zeit zum Verleimen und Feinschliff. Wow, so schnell kann’s gehen – da waren es schon zwei:

Keine schlechte Ausbeute für ein Wochenende 🙂

Neugier

Na gut – ich gebe es zu. Ich war neugierig, wollte unbedingt sehen wie es fertig aussieht. Also hab ich doch erst einmal mit dem Färben und Lackieren der ersten Schublade weitergemacht.

Natürlich habe ich auch schon die Seitenteile der zweiten Lade zugesägt, und auch mit dem Zuschneiden der Fugen begonnen:

Mal sehen, vielleicht wird sie ja morgen schon fertig.

Fertigstellung der ersten Schublade

Da ist sie nun – die erste Schublade, fertig verleimt und mit Griffloch in der Frontplatte.

Die Seitenwände haben jeweils eine Längsnut erhalten für die seitlichen Laufschienen. Diese verhindert auch gleichzeitig das Kippen der Lade beim Herausziehen. Nach vorn wird die Nut durch die Frontseite abgesetzt, nach hinten bleibt sie natürlich offen damit man die Lade ganz herausnehmen kann.

Den Boden habe ich aus Sperrholz angefertigt, und schon mal alles feingeschliffen zum Färben und Lackieren – denn so soll sie ja nicht bleiben.


Und hier sind übrigens auch die Schienen auf der die Lade laufen soll – aus einer 15x27mm Leiste herausgefräst. Sie müssen noch gebohrt werden, für die Befestigung and der Innenwand.

Derweil mache ich mich erst einmal an die zweite Schublade – die wird nur etwa halb so hoch, aber im gleichen Design.

Älter als die Geschichte selbst


Mein nächstes Projekt befasst sich wieder mit einem unpraktischen Küchenschrank.

Auch dieser ist zu schmal und zu tief – man muss die vorn stehenden Dinge erst herausnehmen um an die hinteren heranzukommen. Es liegt also nahe hier ein paar Schubkästen einzubauen, wobei wir aber die Tür erhalten wollen.

Erwartungsgemäss ist das Innenmass des Schranks an überall ein wenig unterschiedlich – es bleibt also nur Massanfertigung. Der Schrank an sich ist aber sehr solide gebaut, und das Holz – trotz schätzungsweise fünfzig Dienstjahren – tadellos erhalten.

Ich habe also schon mal angefangen – zunächst mit der untersten Lade, die auch die grösste wird.

Nun bin ich ja ein Anfänger in Sachen Holzarbeit, und habe daher viel zu wenig Erfahrung um ein sinnvolles Urteil über Werkzeuge in diesem Bereich abzugeben. Aber meine Erfahrung mit dieser Feinsäge (kanadisches Fabrikat) verdient trotzdem Erwähnung: sie ist superscharf, braucht fast keine Kraft und folgt ganz exakt ihrer eigenen schmalen Spur – als schneidet man mit einem Filetiermesser durch einen Apfel. Das macht einem die Sache wirklich leicht.

Allerdings muss man üben, denn wenn man Gewalt anwendet wird sie sofort bockig und blockiert. Sachte, sachte – lange, ruhige Züge ohne Druck, und mit möglichst vielen Zähnen zugleich. Geht fantastisch gut, wie Magie.

Für mich ist es zwar das erste Mal, aber tatsächlich ist diese Verbindungstechnik schon über 5000 Jahre alt:

Man kann sie natürlich mit der Maschine herstellen, aber sie von Hand zu schneiden gibt ein echtes Erlebnis von Mensch versus Holz. Es ist wirklich erstaunlich was eine Menschenhand alles fertigbringt, wie genau man jede Bewegung, jeden Muskel auf den feinsten Widerstand im Material abstimmen kann, um es zu formen ohne es zu zerstören.


Natürlich probiere ich verschiedene Varianten aus – aber hier halte ich mich erstmal ans Standard-Design. Die Verbindungen der Vorderseite sind also halb verdeckt und von vorn nicht zu sehen – die auf der Rückseite sind durchgehend.

Noch nicht perfekt – aber ich habe ja noch zwei weitere Schubladen zum Üben 😉