Thema: News

Palastgarde

Die Kreuzspinnen sind zurück.

Kreuzspinnen mögen in den Augen vieler Menschen keine besondere Zierde sein – aber in dieser generell von Mücken geplagten Gegend ist ihre Anwesenheit ein Segen.

Ich zähle elf von ihnen rund um die Terrasse, an allen strategisch wichtigen Stellen. Vermutlich sind es noch ein paar mehr in der Clematis, die ich nicht gleich entdecken kann. Sämtliche Einflugbahnen sind belegt.

Die achtäugigen Palastwachen sind ständig mit Festnahmen beschäftigt, gegen elf Uhr abends hängen die Netze ziemlich voll mit eingewickeltem Ungeziefer.

Der Effekt ist spürbar – besonders am Abend. Jenseits der Netze wird man sofort von den blutsaugenden Horden angegriffen, aber innerhalb der Barriere…nichts, alles ruhig.

Trompetenstich

Der neue Gartenschlauch kann nicht mehr abknicken…

…und beherrscht sogar komplizierte Seemannsknoten!

Beeindruckendes und unterhaltsames Produkt.

Mann über Board

Die Uhren stehen still. Eine liebende Seele ist tief besorgt über ihren Großmeister der Schatten.

Werde schnell wieder gesund!

Gartenarbeit

Nun ist das Wetter wieder trocken und überwiegend sonnig, aber trotzdem noch recht kühl für die Jahreszeit.

Die Apfelblüte zeigt den Beginn der Hauptsaison an, und damit sind nun auch die Honigbienen wieder bei uns eingekehrt.

Sie sind spät dran, so dass die Arbeit in den Kirsch- und Pflaumenbäumen in diesem Jahr von Hummeln und Sandbienen allein erledigt werden musste. Die sind natürlich auch richtig gut und fleißig, aber eben nur die halbe Besetzung.

Arbeiter

Underdessen befasst sich der menschliche Anteil der Gartenbevölkerung hauptsächlich damit, Sonnenenergie in küchengerechte Form zu bringen.

Für Blattgemüse benötigt man nicht unbedingt tiefen, gewachsenen Gartenboden. Hier habe ich beispielsweise einen Miniatur-Küchengarten in ein paar alten Blumenkästen angelegt – mit Rucola, Spinat und Salat.

Entscheidend sind hier ein guter Wasserhaushalt und ausreichende Nitratversorgung – und natürlich jede Menge Sonnenlicht, wie gesagt.

Salat will nicht keimen bei Temperaturen über 20°C, deshalb sind diese Kästen recht praktisch: nach dem Aussäen stelle ich sie zunächst an einen kühleren Platz, und wenn die Pflänzchen aus der Erde gucken dürfen sie an einen Sonnenplatz umziehen.

Junger Romasalat

An vielen Stellen im Garten wachsen Stiefmütterchen. Sie haben sich im Laufe der Jahre selbst ausgesät, und überraschen uns mit immer neuen Farbkombinationen. In diesem Jahr beispielsweise „Deep Purple“:

Schafgarbe, Klee und purpurne Stiefmütterchen

Stiefmütterchen verwenden wir in der Küche hauptsächlich als duftig-süsse Dekoration, z.B. für Torten und Desserts (ja, die Blüten sind essbar) – da kommt uns das Farbenspiel natürlich entgegen.

Kleines Zahlenketten-Rätsel

Die folgende Zahlenkette wurde nach bestimmten Regeln aus der ersten Zahl (83) gebildet:

83, 18, 20, x, 10, 12, 4, 21, y, 24, 13, 84, 16

Welche Zahlen gehören an die Stellen x und y?

Zusatzaufgabe: wie würde die Zahlenkette aussehen wenn sie mit 67 beginnen würde?

Ein Schatz im Garten

Vorgestern entdeckte ich bei meinem Rundgang diese kleinen Halden, erst ein paar zwischen den Himbeeren und dann noch viele mehr unter dem großen Kirschbaum:

Eine Kinderkrippe zwischen den Himbeeren

Hier werden allerdings keine Juwelen ausgegraben, sondern welche eingegraben.

Es handelt sich nämlich um die Eingängen zu den Nestern von Sandbienen (Andrenae). Diese gehören zu den wichtigsten Mitarbeitern in unserem Garten – sie sind nämlich ungeheuer effektive und fleißige Pollenverteiler.

Sandbienen bilden keine Staaten. Jede weibliche Sandbiene kann Eier legen, und baut sich dazu ein solches Nest – eine etwa 20-30cm lange Röhre mit mehreren seitlichen Kammern, in denen jeweils ein Ei samt ein Vorrat von einem Pollen-Nektar-Gemisch abgelegt werden.

Die Larven schlüpfen in ein paar Tagen, fressen den Vorrat auf und verpuppen sich anschließend – und im nächsten Frühjahr erscheinen sie dann als nächste Bienen-Generation.

In diesem Fall handelt es sich um rotpelzige Sandbienen – glaube ich (bin kein Bienen-Experte, aber es sieht für mich recht eindeutig so aus).

Sandbienen mögen schlampig gepflegten Rasen mit kahlen Stellen und relativ trockenem Boden, sowie ein reichhaltiges Nektar- und Pollenangebot.

Letzteres wird im Moment vor allem von den Kirschbäumen und Johannisbeeren bereitgestellt, aber auch von verschiedenen kleinen Blüten in dem inzwischen – dank meiner Ordnungsallergie – zur Wiese verkommenen Rasen.

So – da haben wir jetzt also einen Schatz im Garten vergraben.

Relativitätstheorie

Zur Mitte dieses Jahrhunderts werden ungefähr 9.7 Millarden Menschen auf diesem Planeten leben.

Aber wieviel sind eigentlich 9,700,000,000 Menschen?

Eine Demo an der ausnahmslos alle teilnehmen würde eine Fläche von etwa 4850km² füllen – ungefähr sechs Mal so groß wie Berlin. Inklusive Hausdächer.

Ein Campingplatz auf dem jeder dieser Menschen eine vier mal vier Meter große Fläche für sein Zelt bekommt – einer direkt neben dem anderen – wäre etwa so groß wie Großbritannien. Buckingham Palace, Trampelpfade zwischen den Zelten und ein paar Toiletten eingerechnet.

Würde man die Menschen gleichmäßig über die gesamte EU verteilen, würde der Abstand zwischen ihnen etwas mehr als zwanzig Meter betragen. Wir könnten also ohne Weiteres eine La-Ola-Welle machen.

Würde wir uns alle entlang der Küste Australiens aufstellen, würden sich die Menschenmassen etwa 200 Meter landeinwärts erstrecken – und die Haie für viele Jahrzehnte unter post-traumatischem Stress leiden.