Autor: nursix

Trompetenstich

Der neue Gartenschlauch kann nicht mehr abknicken…

…und beherrscht sogar komplizierte Seemannsknoten!

Beeindruckendes und unterhaltsames Produkt.

Mann über Board

Die Uhren stehen still. Eine liebende Seele ist tief besorgt über ihren Großmeister der Schatten.

Werde schnell wieder gesund!

Gartenarbeit

Nun ist das Wetter wieder trocken und überwiegend sonnig, aber trotzdem noch recht kühl für die Jahreszeit.

Die Apfelblüte zeigt den Beginn der Hauptsaison an, und damit sind nun auch die Honigbienen wieder bei uns eingekehrt.

Sie sind spät dran, so dass die Arbeit in den Kirsch- und Pflaumenbäumen in diesem Jahr von Hummeln und Sandbienen allein erledigt werden musste. Die sind natürlich auch richtig gut und fleißig, aber eben nur die halbe Besetzung.

Arbeiter

Underdessen befasst sich der menschliche Anteil der Gartenbevölkerung hauptsächlich damit, Sonnenenergie in küchengerechte Form zu bringen.

Für Blattgemüse benötigt man nicht unbedingt tiefen, gewachsenen Gartenboden. Hier habe ich beispielsweise einen Miniatur-Küchengarten in ein paar alten Blumenkästen angelegt – mit Rucola, Spinat und Salat.

Entscheidend sind hier ein guter Wasserhaushalt und ausreichende Nitratversorgung – und natürlich jede Menge Sonnenlicht, wie gesagt.

Salat will nicht keimen bei Temperaturen über 20°C, deshalb sind diese Kästen recht praktisch: nach dem Aussäen stelle ich sie zunächst an einen kühleren Platz, und wenn die Pflänzchen aus der Erde gucken dürfen sie an einen Sonnenplatz umziehen.

Junger Romasalat

An vielen Stellen im Garten wachsen Stiefmütterchen. Sie haben sich im Laufe der Jahre selbst ausgesät, und überraschen uns mit immer neuen Farbkombinationen. In diesem Jahr beispielsweise „Deep Purple“:

Schafgarbe, Klee und purpurne Stiefmütterchen

Stiefmütterchen verwenden wir in der Küche hauptsächlich als duftig-süsse Dekoration, z.B. für Torten und Desserts (ja, die Blüten sind essbar) – da kommt uns das Farbenspiel natürlich entgegen.

Kleines Zahlenketten-Rätsel

Die folgende Zahlenkette wurde nach bestimmten Regeln aus der ersten Zahl (83) gebildet:

83, 18, 20, x, 10, 12, 4, 21, y, 24, 13, 84, 16

Welche Zahlen gehören an die Stellen x und y?

Zusatzaufgabe: wie würde die Zahlenkette aussehen wenn sie mit 67 beginnen würde?

Schönes Wetter heute

Grau ist der Himmel, wolkenverhangen. Leichter Nieselregen macht viele kleine kühle Punkte im Gesicht. Nebelschleier hängen über der Landschaft und verstecken die Ferne. Nicht warm, nicht kalt – aber alles, alles, wirklich alles ist nass.

Klammes Holz, nasses Gras, Pfützen auf der Wiese, Matsch an den Füßen.

Kleine Wasserperlen auf den Blättern – kühl und klar wie Kristall, und doch weich wie Seide. Das Wertvollste was dieser Planet zu bieten hat – in seiner schönsten Form. Reines, klares Wasser.

Ich liebe dieses Wetter!

Wirklich wahr – nichts ist so fantastisch schön wie ein Regentag.

Ich schaue der Meise zu. Raus aus dem Nistkasten, hinüber zum Pflaumenbaum, einen Augenblick später mit vollem Schnabel wieder zurück. Und gleich wieder weiter, hin und her, hin und her. Ich werde schon vom Zugucken müde, aber dieser kleine Kerl macht das schon den ganzen Tag.

Ein rasanter, atemberaubender Flugstil – nur hier und da mal ein paar Flügelschläge um wieder Höhe zu gewinnen, dann mit angelegten Flügeln wie ein Pfeil quer durch den Kirschbaum – als wäre der gar nicht da – und trotzdem treffsicher gelandet und perfekt ausbalanciert auf einem dünnen Zweig ganz oben in der Pflaume.

Wow! Ich hätte mich bei dieser Landung glatt überschlagen, oder den Zweig einfach mitgerissen, aber der rührt sich überhaupt nicht. Erst als die Meise wieder startet schwingt er ganz leicht nach unten.

Im Vogelhaus liegen ein paar alte Brotstücke. Die Meise interessiert das nicht, sie sucht proteinreiches Lebendfutter für ihren Nachwuchs. Aber ein paar Dohlen und eine Elster sind interessiert, und versammeln sich auf dem Zaun.

Dazu gesellt sich eine Nebelkrähe, doppelt so groß wie der Rest der Gesellschaft. Sie passt nicht ins Vogelhaus, also verwendet sie einen Trick. Sie wartet regungslos auf dem Zaun bis eine der Dohlen mit einem Brotstück im Schnabel herauskommt und flattert dann urplötzlich genau in ihre Flugbahn.

Die erschrockene Dohle lässt das Brot fallen und flieht auf den Holunder, während sich die Krähe…eigentlich das Brot schnappen wollte. Aber die Elster kennt offenbar den Trick, und noch bevor die Krähe die Balance wiederfindet ist sie mit dem Brotstück auf und davon. Krah! So ein Mist!

Die Elster stolziert mit großen Schritten vor den Augen der Krähe mit dem Brotstück zu einer Pfütze, tunkt es hinein und schluckt es genüsslich hinunter. Ätsch!

Endlich ist die Zeit der Trocken- und Fensterbrettkräuter vorbei – Thymian, Salbei, Minze, Liebstöckel, Petersilie, Schnittlauch, Koriander, Oregano, Basilikum – alles gibts wieder frisch und würzkräftig aus dem Beet. Auch mal im Vorbeigehen…es ist schwer zu widerstehen.

Ich setze schnell noch ein paar Salatpflanzen ein – davon kann man nie genug haben, und bei Regenwetter sind die Pflänzchen am wenigsten Stress ausgesetzt.

Genau wie ich.

Wirklich schönes Wetter heute 🙂

Experimentalküche

Manchmal wage ich mich ins Unbekannte und würfele einfach was zusammen – und von Zeit zu Zeit überrascht mich das Ergebnis.

Dieses Mal habe ich einen Mix aus verschiedenen Linsen mit ein wenig Porree angebraten, und dann zusammen mit einer kräftigen Prise Kreuzkümmel, hauseigenem Koriander und einem fein gehackten Habanero in Paprikaschoten gefüllt, mit einem Klecks Joghurt abgedeckt und das ganze 20 Minuten bei 180°C im Ofen gegart – zusammen mit einem Blech voller Süßkartoffel-Spalten.

Und dann…oooh! Gar nicht schlecht, könnte man glatt öfter machen 🙂 Vielleicht noch ein wenig mehr von dem Joghurt…

Doppelvierer

Eine Gartenspinne überquerte neulich unseren Teich – und zwar zu Fuß:

Beneidenswerte Physik: auf acht Beinen über’s Wasser

P.S. Möglicherweise Trochosa ruricola (?) …eine heimische Wolfsspinnenart. Kommt in unserem Garten häufig vor – manchmal schleppen sie einen Kokon am Hinterleib mit sich herum.

Ein Schatz im Garten

Vorgestern entdeckte ich bei meinem Rundgang diese kleinen Halden, erst ein paar zwischen den Himbeeren und dann noch viele mehr unter dem großen Kirschbaum:

Eine Kinderkrippe zwischen den Himbeeren

Hier werden allerdings keine Juwelen ausgegraben, sondern welche eingegraben.

Es handelt sich nämlich um die Eingängen zu den Nestern von Sandbienen (Andrenae). Diese gehören zu den wichtigsten Mitarbeitern in unserem Garten – sie sind nämlich ungeheuer effektive und fleißige Pollenverteiler.

Sandbienen bilden keine Staaten. Jede weibliche Sandbiene kann Eier legen, und baut sich dazu ein solches Nest – eine etwa 20-30cm lange Röhre mit mehreren seitlichen Kammern, in denen jeweils ein Ei samt ein Vorrat von einem Pollen-Nektar-Gemisch abgelegt werden.

Die Larven schlüpfen in ein paar Tagen, fressen den Vorrat auf und verpuppen sich anschließend – und im nächsten Frühjahr erscheinen sie dann als nächste Bienen-Generation.

In diesem Fall handelt es sich um rotpelzige Sandbienen – glaube ich (bin kein Bienen-Experte, aber es sieht für mich recht eindeutig so aus).

Sandbienen mögen schlampig gepflegten Rasen mit kahlen Stellen und relativ trockenem Boden, sowie ein reichhaltiges Nektar- und Pollenangebot.

Letzteres wird im Moment vor allem von den Kirschbäumen und Johannisbeeren bereitgestellt, aber auch von verschiedenen kleinen Blüten in dem inzwischen – dank meiner Ordnungsallergie – zur Wiese verkommenen Rasen.

So – da haben wir jetzt also einen Schatz im Garten vergraben.

Ein ganz trockenes Thema

Weiches Brot, das noch relativ viel Wasser enthält, ist ohne neuzeitliche Hilfsmittel wie Tiefkühlschränke nicht lange haltbar. Zum einen trocknet es aus und verliert dabei sein Aroma und wird zäh – und zum anderen wird es schnell von Schimmelpilzen befallen und dadurch ungenießbar.

Eine einfache Lösung des Problems ist dem Brot von vornherein das Wasser zu entziehen. Der Haken an der Geschichte ist aber dass das Brot dadurch hart wird – wodurch der Verzehr desselben nahezu unmöglich wird. Es sei denn…

…man backt es in ganz dünnen Scheiben und vielen kleinen Löchern oder Hohlräumen. Dann wird es spröde und lässt sich leicht brechen („knäcka“) und mit den Zähnen zermahlen.

Ja, die Rede ist von…Knäckebrot! (schwedisch: knäckebröd)

Nun ja, die Idee ist nicht neu – sondern schon mindestens 1500 Jahre alt. Sie stammt vermutlich aus dem Värmland, also etwa 300km nordwestlich von hier – aber so ganz genau weiss das keiner mehr.

Von den im Handel angebotenen Sorten bevorzuge ich Leksand’s. Leksand liegt zwar nicht im Värmland, sondern in Dalarna – produziert aber trotzdem meiner Meinung nach das beste Knäckebrot im ganzen Land. Im vorletzten Sommer haben wir die Fabrik in Leksand sogar einmal besucht und uns von deren Ausstellung (und Kostproben) inspirieren lassen.

…aber natürlich backe ich mein Knäcke zum Teil auch selbst.

Meine Lieblingsvariante dabei besteht hauptsächlich aus grobem Roggenmehl, dazu ein wenig Weizenmehl, Kleie sowie eine Handvoll verschiedener Samen (Leinsamen, Sesam). Dieses Mal habe ich außerdem rote Linsen daruntergemischt.

Knäckebrot mit Leinsamen, Sesam und roten Linsen

Nach dem Backen wird das Knäckebrot noch mindestens einen Tag an der Luft getrocknet. Anschliessend lässt sich in einem Einweckglas monatelang lagern…allerdings wird es bei uns in der Regel keinen Monat alt 😉

Dieses Knäckebrot passt prinzipiell zu allem – aber am liebsten essen ich es zu Suppen oder Salaten (fantastisch mit Tomatensalat!).

Relativitätstheorie

Zur Mitte dieses Jahrhunderts werden ungefähr 9.7 Millarden Menschen auf diesem Planeten leben.

Aber wieviel sind eigentlich 9,700,000,000 Menschen?

Eine Demo an der ausnahmslos alle teilnehmen würde eine Fläche von etwa 4850km² füllen – ungefähr sechs Mal so groß wie Berlin. Inklusive Hausdächer.

Ein Campingplatz auf dem jeder dieser Menschen eine vier mal vier Meter große Fläche für sein Zelt bekommt – einer direkt neben dem anderen – wäre etwa so groß wie Großbritannien. Buckingham Palace, Trampelpfade zwischen den Zelten und ein paar Toiletten eingerechnet.

Würde man die Menschen gleichmäßig über die gesamte EU verteilen, würde der Abstand zwischen ihnen etwas mehr als zwanzig Meter betragen. Wir könnten also ohne Weiteres eine La-Ola-Welle machen.

Würde wir uns alle entlang der Küste Australiens aufstellen, würden sich die Menschenmassen etwa 200 Meter landeinwärts erstrecken – und die Haie für viele Jahrzehnte unter post-traumatischem Stress leiden.